Viti Levu – Hauptinsel der Fidschi Inseln

Fidschi (Fiji im Englischen) ist ein Inselstaat von über 300 Inseln, wovon nur ca. 100 bewohnt sind. Die Fidschi Inseln gehören zu den Ländern im Südpazifik mit der am buntesten gemischten Völkergruppe. Knapp 57 % der Einwohner sind indigene Fijianer, iTaukei genannt. Die Indo-Fijianer machen fast 38 % der Bevölkerung aus und stammen ab von den Indern, die um 1900 als Arbeiter nach Fidschi gebracht wurden. Man sagt von den Bewohnern Fidschis, dass sie die glücklichsten Menschen der Welt seien. Auch wir wurden am Flughafen in Nadi auf der Insel Viti Levu von Musikern begrüsst und bekamen sofort das Insel-Feeling zu spüren. Am Flughafen in Nadi wurden wir mit einem freundlichen „Bula“ (Hallo, Willkommen) begrüsst. Seither grüsst uns so fast jeder auf der Strasse und wir auch brav zurück.

Die grösste Fidschi Insel – Viti Levu

Seit wir in Fidschi angekommen sind, regnet es jeden Tag und fast den ganzen Tag hindurch. Es ist sehr schade, aber eine Sache, die wir nicht ändern können. Die ersten zwei Nächte verbrachten wir auf der grössten Insel Viti Levu, in der Stadt Nadi. Wir wurden von den Touristen-Angeboten überrollt und verbrachten einen ganzen Tag in unserem Hostel am Strand, dem Bamboo Backpackers Hostel*, fast nur damit uns nun zu entscheiden auf welche Inseln wir noch wollen. Wir entschieden uns gegen den Massenstrom und brachen in die genau entgegengesetzte Richtung auf.

Wir nahmen den lokalen Bus und fuhren an der Küste entlang nach Korotogo. Hier haben wir ein tolles Airbnb, das Dilo Tree Lodge Korean Grill gefunden. Das Airbnb wurde von zwei Koreanern betrieben, die uns mit leckerem Essen ihres Landes versorgten. Wir machten einen Strandspaziergang, an dem direkt ein Korallenriff liegt und waren essen. Es regnet und gewittert weiterhin, daher konnten wir noch nicht baden gehen. Es ist jedoch wunderbar warm, um somit gut auszuhalten.

Der Süden von Viti Levu

Am nächsten Tag fuhren wir weiter mit dem Bus nach Pacific Harbour. Unser Versuch dort tauchen zu gehen scheiterte leider. Denn langsam aber sicher näherte sich der Zyklon Keni der grössten Insel von Fiji. Wir waren bei Laisani untergebracht, einer alleinstehenden Frau, welche sehr nett und herzlich war. Laisani hatte ein wundervolles grosses Haus, mit einem Pool und läge direkt an einer Einmündung vom Meer. Am ersten Tag in Pacific Harbour machten wir einen kleineren Spaziergang in das Arts Village, das Zentrum der Stadt mit einigen Bars, Restaurant und verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten. Beim Flanieren durch die Strassen merkt man sehr schnell, dass Pacific Harbour die besten Zeiten wohl hinter sich hat. Viele Häuser stehen zum Verkauf, die Resorts im Ort sind mittlerweile ziemlich heruntergekommen und zum Teil auch leerstehende Ruinen. Der grosse Aufschwung dieser Gegend war bereits in den 70er Jahren und endete dann.

Am nächsten Tag war dann also der grosse Tag des Zyklons. Die ganze Stadt war in Aufruhr und uns wurde gesagt unser Zuhause nicht verlassen. Wir genossen ein wunderbares Frühstück am Morgen bei Laisani und informierten uns regelmässig via Internet über die Position des Sturms. Dieser kam dann im Laufe des Nachmittags, streifte unsere Region glücklicherweise nur, brachte aber trotzdem massive Regenfälle und Wind.

Den Tag nach dem Sturm verbrachten wir nochmals in dem Arts Village, wo wir uns noch eine Tauchermaske und Schnorchel kauften. Am Abend dann zeigte uns Laisani ein witziges Kartenspiel namens „Shithead“, welches wir spielten und dazu das eingekaufte Fidschi Bier tranken. Als unser Bier leer war, kam glücklicherweise Jack vorbei, ein Freund von Laisani, und hatte weitere Flaschen Bier dabei. Jack ist Fidschi-Inder, in Fidschi geboren, allerdings mit 16 Jahren nach Neuseeland studieren gegangen und lebte zuletzt in Australien. Nun zieht es ihn wieder zurück nach Fidschi. Ein unerwartet witziger Abend ging dann irgendwann nach Mitternacht zu Ende. 

Die Hauptstadt Suva

Tags darauf war dann schon wieder Zeit sich zu verabschieden und unsere Reise fortzusetzen. Mit dem Bus ging es weiter Richtung Hauptstadt Suva, wo wir eine Nacht verbrachten. Am Tag der Ankunft besuchten wir den Park sowie das Fidschi Museum. Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, um unseren Flug zu unserer nächsten Destination, der Insel Vanua Levu zu bekommen.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, dass wir uns gegen das typische Touristenprogramm zu den westlichen Fidschi Inseln entschieden haben. Auf unserem Weg waren sehr wenige Touristen unterwegs und wir konnten viele Bekanntschaften mit den Einheimischen schliessen und die volle Schönheit der Natur in Fidschi erfahren.

Reist du auch gerne fernab der Touristenströme oder magst du es, mit anderen Reisenden unterwegs zu sein? Schreib es mir in die Kommentare!

Regen in Fidschi

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