Karibikküste in Kolumbien – 3 Tage in Cartagena

Von Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens, erreicht man die Karibikküste in Kolumbien innerhalb von 1h mit dem Flugzeug. Mit der südamerikanischen Airline LATAM hatten wir einen etwas unruhigen Flug nach Cartagena, da es am Abend noch ein Gewitter geben sollte. Wir landeten in Cartagena und fuhren per Taxi in das Zentrum der Stadt in unser wunderschönes Hotel Casa Tere*. Ein Hotel, wie man es sich in Kolumbien vorstellt – bunt, mit einem offenen grünen Innenhof und Pool auf dem Dach, mit Blick über die ganze Stadt.

Strassenüberflutung in Cartagena

Unser erster Tag in Cartagena startete sehr nass mit einem grossen Gewitter und wir verbrachten die ersten Stunden in unserem Hotel, während es draussen stürmte und regnete. Am Abend trieb uns der Hunger raus, aber selbst bewaffnet mit Regenjacke* kamen wir leider nicht weit. In vielen Ländern funktionieren die Abwasserkanäle bedauerlicherweise nicht so gut wie bei uns in Europa. In Kolumbien darf man zum Beispiel auch kein Toilettenpapier in das WC werfen und hat dafür extra grosse Eimer im Bad stehen.

Auf den Strassen stand an diesem Abend das Wasser fast bis zu den Knien hoch und durchlaufen möchte man durch diese dunkle Suppe wirklich nicht. Daher gingen wir zum Essen in das Restaurant direkt nebenan. Das Casa della Pasta überraschte uns mit authentischem und köstlichem italienischem Essen. Satt und zufrieden wagten wir uns erneut auf die Strassen und fanden Wege durch die Stadt, die noch nicht komplett voll mit Wasser waren. In Cartagena findet man immer wieder versteckte Eingänge zu Bars oben auf den Dächern der Stadt und wir beendeten unseren ersten Tag auf der Terrasse des Townhouse Boutique Hotels*. Mit ein paar Drinks und einem wundervollen Blick auf die Stadt und die Karibikküste in Kolumbien genossen wir die warme Sommernacht.

Die Perle der Karibik – die schönste Kolonialstadt Südamerikas

So wird Cartagena im Loneley Planet* und in vielen anderen Reiseführern bezeichnet. Cartagena wurde im 16. Jahrhundert erbaut und wird von einer Stadtmauer umzäunt. Im Stadtkern, dem Centro befinden sich unzählige alte wunderschön erhaltene Kolonialhäuser sowie die grosse Kathedrale. Daher zählt Cartagena heute auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch das Viertel Getsemani, welches früher den Handwerkern verschrieben war, ist besonders bei den jüngeren Besuchern beliebt, da es sehr bunt und schrill ist und sich dort viele kleine Restaurants, Cafés und Bars tummeln. Ich würde euch empfehlen, neben einem Besuch durch die Innenstadt auch auf der Mauer einmal um den Stadtkern zu laufen. Man hat einen tollen Ausblick auf das Zentrum, das Meer und die Skyline vom neuen Stadtteil Cartagenas. Man schafft einen Rundgang gut in einem Tag.

Das neue Cartagena in Kolumbien

An unserem dritten und letzten Tag an der Karibikküste in Kolumbien, machten wir uns zu Fuss von der Altstadt in Cartagena auf in Richtung Süden zu der Landzunge, auf der sich der neue Stadtteil befindet. Hauptsächlich säumt sich die Strasse entlang des Meeres, mit Hotels und einem weissen langen Sandstrand der zum Träumen einlädt, wären dort nicht die unzähligen Verkäufer.

Wir liefen bis fast zum Ende des Strandes in der Hoffnung weniger Touristen und weniger Trubel zu finden. Wir mieteten uns 2 Liegen und hatten gehofft den Tag am Strand in der Sonne zu geniessen. Es war leider eine Enttäuschung, denn wir wurden in circa 2h ungelogen alle 2 Minuten von Strandverkäufern angesprochen, um etwas zu kaufen. Hätten wir wie in dem Film „Der Ja-Sager“ mit Jim Carrey zu allen „Ja“ gesagt, hätten wir jetzt: neue Ohrringe, Ketten, Hüte, Sonnenbrillen, 20 Bier, ein Schachspiel aus Holz, eine Massage, Würstchen vom Grill, eine Musikbox, ja sogar ein Tattoo zum Abziehen. Noch nie haben wir uns an einem Strand so unwohl gefühlt. Ein „Nein Danke“ wurde oftmals überhört und als wir anfingen sie zu ignorieren, erhielten wir sogar ein Schimpfwort zurück.

Sonnenuntergang an der Karibikküste in Kolumbien

Wir machten uns von unserem Stranderlebnis also wieder zurück auf den Weg in die Altstadt in Cartagena. Auf der Stadtmauer entlang am Meer bereiteten sich schon viele weitere Touristen vor, denn es war circa 18 Uhr und die Sonne verschwand langsam im Meer. Mit einem kühlen Bier in der Hand verfolgten wir das Spektakel und genossen die ruhige Atmosphäre bis die Sonne im Meer versank.

Fazit

Cartagena zählt zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe, denn die historischen Kolonialgebäude sind sehr beeindruckend und wirklich schön erhalten. Wie auch schon in Bogota, ist die Stadt sehr voll und laut und es wird an jeder Ecke wirklich laute Musik gespielt. Daran mussten wir uns in Kolumbien zunächst gewöhnen. Im September ist noch Nebensaison und die Touristen bestehen eher aus Einheimischen des Landes. Im Dezember kommen deutlich mehr Besucher aus Europa dazu. Wer mehr Ruhe sucht, dem würden wir die Inseln vor der Küste empfehlen. Die Islas del Rosario sind besonders schön zum Tauchen und Schnorcheln geeignet.

Bevorzugst du eher einen Party-Urlaub oder die Ruhe am Strand? Schreib es mir in die Kommentare!

Strassen von Cartagena

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