Einen Monat mit dem Wohnmobil an der Ostküste Australiens

Unsere Reise nach Australien erfolgt per Flugzeug von Fidschi aus. Wir sind von Nadi (Fidschi) zunächst nach Brisbane (Australien) geflogen, wo wir einen kurzen Zwischenstopp hatten. In Brisbane angekommen, haben wir per Zufall Kim kennengelernt. Kim ist Direktor einem grossen australischen Elektrokonzern und er zeigte uns den richtigen Weg am Flughafen für unseren Weiterflug nach Cairns, in den Norden der Ostküste Australiens. Aber nicht nur das! Er nahm uns sozusagen gleich unter seine Fittiche. Wir konnten mit ihm ohne Warteschlange durch den Business-Check-in gehen und er lud uns in die Business Lounge ein. Dort präsentierte sich ein geniales Buffet, eine schöne Bar, schnelles Internet und das Beste, es war alles gratis! Als wäre das nicht schon alles genug, organisierte er uns noch ein Upgrade zur Business-Class für unseren Weiterflug nach Cairns! Somit sassen wir in Reihe 1, gönnten uns ein Glas Rotwein und bekamen schon wieder zu essen.

Man kann also durchaus sagen, dass unsere erste Begegnung mit einem Australier in Australien äusserst positiv war und wir einen guten Start für unsere Reise durch Australien hatten. Die ersten zwei Nächte haben wir in einem schlechten Hostel in Cairns verbracht. Wir waren beide in zwei verschiedenen Zimmern untergebracht und es war überall dreckig. Wir waren mehr als froh, als wir unseren Camper bei Camperman Australia Campervan Hire abholen konnten.

Die Fahrt mit dem Camper in Richtung Süden beginnt

Am nächsten Tag ging es nun also los auf die Strasse. Irgendwie hatte ich mir Australien dann aber doch anders vorgestellt. Roter Sand und Wüste, endlose lange Strassen ohne auch einen Baum. Eher nicht. Wir sind in der Region Queensland und fahren entlang der Küste Richtung Süden. Saftiges Grün und wunderschöne, unberührte Strände. Ja, auch das ist also auch Australien. Am Freitag fuhren wir mit einer Seilbahn durch den Smithfield Park, begutachteten den Regenwald von oben und machten uns zum ersten Mal mit der Natur Australiens vertraut.

Unsere Reise ging weiter Richtung Süden entlang der Ostküste Australiens nach Townsville. Auf dem Weg dorthin, hielten wir immer wieder an wunderschönen Wasserstellen wie z.B. dem Big Crystal Creek an, wo wir uns abkühlen konnten.

Wrack Tauchgang aus dem Jahre 1910

In Townsville waren wir mit der Organisation Yongala Dive tauchen, um das Schiffswrack SS Yongala, welches 1910 durch einen Zyklon zum Sinken gebracht wurde, zu sehen. Wir hatten zwei geniale Tauchgänge in 28 m Tiefe und das Wrack war wirklich sehr beeindruckend. Wir sahen dort neben dem tollen Wrack die grössten Fische überhaupt. Zackenbarsche, die unserer Körpergrösse entsprachen, Haie und einen Manta Rochen. Aber auch eine kleine giftige Schlange, die uns ziemlich nah kam, da sie genauso neugierig war wie wir.

Koalas, Wallabies und Kakadus – Magnetic Island bietet tierischen Spass

Unser nächstes Abenteuer in der Nähe von Townsville führte uns zur Magnetic Island. Ein Ausflug, der bei keiner Reise nach Australien fehlen darf. Egal wie man durch Australien reist, ein Stopp lohnt sich hier wirklich. Mit einer Fähre ging es zur Magnetic Island. Wir machten dort eine Wanderung und sahen Koalas, welche hoch oben in den Bäumen die Sonne genossen. Am Abend trafen wir auf Wallabies, welche von einem Mann jeden Abend gefüttert werden und somit schon sehr zutraulich sind. Die Insel und ihren vielen Buchten und perfekten Stränden machten wir mit dem Motorrad unsicher. Dieses konnten wir vor Ort mieten. Kängurus, die an der Strasse vorbeispringen oder Kakadus, die tief über die Strasse fliegen. Wilde Tiere gibt es genug zu bestaunen. Das Highlight am Abend, auf unserem Campingplatz in Townsville, war definitiv das Opossum mit ihrem Jungen auf dem Rücken. Wir teilten uns friedlich den Platz zusammen.

Von Townsville fuhren wir weiter südlich und machten einen kleinen Zwischenstopp in Rockhampton. Wir besuchten dort die Capricorn Caves. Die Kalksteinhöhlen sind eines der grössten privaten Höhlensysteme in Australien. Weiterhin waren im Zoo und botanischen Garten von Rockhampton, besuchten ein kleines nachgestelltes Dorf in Calliope (in dem Australier um 1900 lebten) und verbrachten dann ein paar Tage in Bundaberg.

Tauchen mit Schildkröten im Great Barrier Reef

Von Bundaberg aus ging es zu unserem nächsten Tauchgang. Über die Organisation Lady Musgrave Experience sind wir mit einem grossen luxuriösen Schiff zur Lady Musgrave Island gefahren, welche zum Great Barrier Reef gehört. Unsere Reisegruppe teilte sich auf in Touristen, die die Insel besichtigen und schnorcheln gehen sowie uns Tauchern. Wir tauchten in türkisblaues Wasser ein und hatten eine tolle Sicht. Normalerweise sieht man dort viele Schildkröten. Leider sahen wir bei unserem Tauchgang keine. Wir erfuhren allerdings von unseren Mitreisenden später, dass sie die Schildkröten an der Meeresoberfläche beim Schnorcheln und bei der Fahrt mit einem kleineren Boot mit Glasboden gesehen hatten. Wir hatten also grosses Pech.

Mit dem Jeep über die grösste Sandinsel der Welt

Für uns ging es weiter nach Hervey Bay von wo wir einen Tagesausflug auf Fraser Island über einen der vielen Anbieter buchten. Fraser Island ist die grösste Sandinsel und hat den längsten Sandstrand der Welt hat. Für die Besichtigung der Insel benötigt man ein Auto mit 4-Radantrieb. Das war mit unserem Wohnmobil leider nicht möglich. Die gebuchte Tour war sehr gut organisiert und eindrucksvoll. Wir waren u.a. am Lake Mckenzie mit seinem weissen Strand und tiefblauen Wasser und am Maheno Schiffswrack aus dem Jahre 1905, welches direkt am Strand liegt. 

Am nächsten Tag ging es weiter zum Noosa Nationalpark von Noosa Heads, in dem wir eine schöne kleine Wanderung durch den Regenwald und der Küste machten. Einmalig zum Entspannen und die Aussicht zu geniessen. Unser Weg mit dem Auto führte uns danach weiter der Küste entlang. Innerhalb von drei Wochen haben wir 3373 km mit dem Wohnmobil zurückgelegt. Wir machten einen Frühstücksstopp bei den Glass House Mountains mit fantastischer Sicht, besuchten das Fort Lytton in Brisbane und übernachteten in der schönen Stadt Gold Coast. Den Tag darauf machten wir früh los zum Springbrook Nationalpark und hatten einen fantastischen Tag mit einer tollen Aussicht. Wasserfälle, die zwischen den Felsbrocken hindurchliefen und Wallabies, die über die Strassen hopsten, machen den Tag perfekt.

Tauchen in einer Höhle am Fish Rock

Thomas, den wir in Fidschi kennengelernt haben, empfiehl uns in South West Rocks einen Tauchgang am Fish Rock zu machen. Wir wurden nicht enttäuscht und hatten zwei fantastische Tauchgänge. Durch starke Strömung und den Wellengang waren die Tauchgänge allerdings auch sehr anspruchsvoll für uns. Das Tauchteam war sehr professionell und passte gut auf uns auf. Der erste Tauchgang war ein Hai Tauchgang und wir sahen einige grosse Ammenhaie, welche direkt an uns vorbeischwammen. Der zweite Tauchgang ging in eine dunkle enge Höhle nur mit einer Taschenlampe als Lichtquelle. Dort sahen wir einige Teppichhaie, die am Boden lagen und sich perfekt tarnen, sowie riesige Krebse und Moränen, die aus einem Seeigel frassen. Es war ein toller Tag und eine Wahnsinns-Erfahrung. Rückblickend gesehen, würde ich diesen Tauchgang nur erfahrenen Tauchern empfehlen.

Besuch eines Koala Krankenhauses

Nach unseren Tauchgängen ging es für uns weiter nach Port Macquarrie. In dem Ort gibt es ein Koala Krankenhaus, welches aus Spenden aufrechterhalten wird. Koalas werden hier nach einem Autounfall, Verbrennung nach einem Waldbrand oder Krankheiten wieder aufgepäppelt, damit diese später wieder in der Wildnis ausgesetzt werden können.

Wanderung durch einen Canyon in der Nähe von Sydney

Wir nähern uns langsam aber sicher unserem Ziel Sydney und somit dem Ende unsere Reise nach Australien. Wir verbrachten noch ein paar Tage in den Blue Mountains in der Nähe von Sydney. Mit einem Grad Celsius nachts in den Blue Mountains, haben wir in unseren Schlafsäcken doch ein bisschen gezittert, aber wurden bei unseren Wanderungen an den nächsten zwei Tagen mit spektakulärer Sicht belohnt. Als Erstes waren wir in Katoomba (Blue Mountains) und sind dort mit drei verschiedenen Seilbahnen gefahren und haben eine kleine Wanderung um die Three Sisters sowie den Regenwald gemacht. Am zweiten Tag waren wir dann in Blackheath (Blue Mountains) und haben dort den Grand Canyon Walk gemacht. Es war mit einer der schönsten Wanderungen, die wir gemacht haben, denn sie führte wirklich durch die Schlucht eines Canyon und war unglaublich abwechslungsreich. 

In Sydney angekommen, haben wir unseren Camper wieder abgegeben. Mit zwei Steinschlägen in der Windschutzscheibe von zwei LKWs sowie einer Busse durch zu schnelles Fahren in der Innenstadt mussten wir nochmal etwas nachzahlen.

Sydney – Besuch des bekannten Opera House

Für die letzten Tage in Sydney haben wir das Mariners Court Hotel in der Innenstadt gebucht. Nachdem wir eingecheckt hatten, entschieden wir uns für einen ersten Spaziergang durch den Park zum Opera House. In ca. 20 Minuten erreichten wir das Opera House mit der Harbour Bridge im Hintergrund. Am zweiten Tag in Sydney nahmen wir an einer kostenfreien Stadtführung teil. Diese startete in der Nähe der Saint Mary’s Cathedral und führte uns in mehr als zwei Stunden an den Sehenswürdigkeiten Sydneys vorbei. Unter anderem der St. James Kirche, der ältesten Kirche der Stadt, dem Parlament, dem Opera House und der Harbour Bridge. Die kostenfreie Stadtführung ist sehr zu empfehlen. Wir gaben am Ende trotzdem eine kleine Spende an unsere Reiseleitung. Am Abend gönnten wir uns eine feine italienische Pasta sowie eine leckere Pizza im schönen Stadtteil Kings Cross und liessen den Tag ausklingen.

An unserem letzten Tag bei unserer Reise nach Australien besuchten wir noch das australische Museum, welches das älteste Museum Sydneys ist. Nach diesem kulturellen Teil sowie einem kleinen Spaziergang durch den botanischen Garten hiess es dann Abschied nehmen und wir machten los zum Flughafen von Sydney.

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass April die beste Jahreszeit für eine Reise nach Australien ist. Zumindest, was die Ostküste betrifft. Man befindet sich bereits ausserhalb der Saison und es gibt deutlich weniger Touristen. Bei einer Reise durch Australien mit dem Wohnmobil ist man flexibel und unabhängig. In gut einem Monat ist die Strecke zwischen Cairns und Sydney mit dem Wohnwagen gut zu schaffen.

Du kannst übrigens alle Orte, die ich besucht habe, auf der Seite „Destinationen“ finden und weitere Länder entdecken.

Wann beginnt deine Reise nach Australien? Schreib es mir in die Kommentare!

Wallabies auf Magnetic Island

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