Diese Reise haben wir noch ohne Kinder unternommen. Viele der Ausflüge und Sehenswürdigkeiten eignen sich aber auch wunderbar für Familien – mit ein paar kleinen Anpassungen und zusätzlicher Zeit. Deshalb habe ich euch hier auch einige Extra-Tipps für Reisen mit Kindern zusammengestellt.
• von Zürich aus gibt es Direktflüge nach Bogota mit Swiss Airlines, reist über Nacht, damit eure Kinder schlafen können
• nutzt Cabify (ähnlich wie Uber) anstelle der öffentlichen Verkehrsmittel, da diese oft sehr voll und laut sind
• haltet euch in Bogota in den Bezirken auf, die von der Polizei bewacht werden, nicht jedes Viertel ist sicher in Bogota
Von Zürich ging es mit der Fluggesellschaft KLM, mit einem Umstieg in Amsterdam, nach Bogota der Hauptstadt von Kolumbien. Unsere Reisezeit betrug insgesamt 14h und ging durch die Annehmlichkeiten im Flugzeug sowie meinem Reiseführer für Kolumbien* schnell herum. Unser Urlaub in Kolumbien konnte somit starten.
Mit einer Zeitverschiebung von -7h erreichten wir vom Flughafen Bogota per Uber unser Hostel Arche Noah* um 17 Uhr. An dieser Stelle möchte ich direkt erwähnen, dass Uber illegal in Kolumbien ist und man Taxis besser über die App Cabify buchen sollte. An unserem ersten Abend gingen wir müde direkt ins Bett und schliefen fest bis zum nächsten Morgen.


La Candelaria – das Zentrum Bogotas in Kolumbien
Unser Hostel lag im Zentrum Bogotás La Candelaria. Hier befinden sich noch heute die alten Kolonialhäuser sowie die Regierungsgebäude von Kolumbien. Trotz sehr viel Polizeiaufkommen in der Region wird trotzdem geraten am Abend nicht allein durch verlassene Strassen zu laufen sowie das ägyptische Viertel bei der Calle 9 zu meiden. Bogota trägt viel Geschichte mit Gewalt und Raubüberfällen mit sich. Auch wenn sich die Lage sehr verbessert hat, wird weiterhin um Vorsicht gebeten.
Unseren ersten Tag in Bogota verbrachten wir ausschliesslich in La Candelaria. Wir besuchten den Plaza Mayor und schossen Fotos vom Kapitol sowie dem Präsidentenpalast. Eher etwas unspektakulär, trotzdem beobachteten wir das bunte Gewusel der Einheimischen und Touristen rund um den Platz sowie die vielen alten Geschäfte und die Verkäufer mit ihren kleinen fahrbaren Ständen. Besonders beeindruckend sind allerdings die unzähligen bunten Graffiti an den Wänden in den vielen kleinen Gassen. Künstler, die ihrer Leidenschaft nachgehen, teilweise mit tieferem Sinn, wie zum Beispiel der Unterstützung der LGBTQ+ Community. Es gibt auch geführte Touren, die sich auf die Graffitis und ihre Bedeutungen spezialisiert haben.


Essen waren wir am Abend im El Aquelarre Restaurant, welches wir eher zufällig entdeckten, sich aber als richtige Perle herausstellte. Traditionelles kolumbianisches Essen jedoch auf höchstes Niveau. Für nur 39 CHF hatten wir je einen grossen Hauptgang sowie jeder 3 Bier.


Im Urlaub in Kolumbien auf 3200 m über dem Meer
Unseren zweiten Tag in Bogoto starteten wir entspannt nach dem Frühstück in Richtung Seilbahn zum Berg Monserrate. Die Stadt Bogota liegt auf 2500 m, mit der Seilbahn fährt man weiter hoch auf 3200 m, mit einem fantastischen Blick auf die Stadt und die weite Umgebung. Von dort oben wird einem erst wirklich bewusst, wie gross die Stadt ist. Wenn man bedenkt, dass Bogota so viele Einwohner hat wie die gesamte Schweiz. Natürlich wurde auch diese Seilbahn von Schweizern gebaut. Ein Phänomen, was wir schon in vielen anderen Ländern beobachten konnten. Für uns ging es zurück in die Stadt, da ich noch einen Bauernmarkt weiter ausserhalb besuchen wollte, von dem ich gehört hatte.


Nach circa 35 Minuten zu Fuss, wurden die Strassen im leerer, die Gebäude immer kleiner und älter, es befanden sich viele Bettler und Prostituierte vor Ort. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt die Carrera 14 überquert. Wir beschlossen nicht weiterzugehen und umzudrehen. Unser Bauchgefühl sagte uns, hier sollten wir nicht weiter gehen.
Das moderne Bogota und das Künstlerviertel Chapinero
Stattdessen fuhren wir mit dem öffentlichen Bus in das Künstlerviertel Chapinero. Das Viertel Chapinero sowie die dahinter liegende Zona Rosa sind bereits die neueren Gegenden mit vielen schicken Restaurants und Bars. Auch den Rückweg in unser Hostel Arche Noah* traten wir mit dem öffentlichen Bus an. Wir würden in Bogotá jedoch Taxis empfehlen und nicht noch einmal auf den Bus zurückgreifen. Es gibt unzählige Busse von den verschiedensten Anbietern, sie sind sehr voll und halten teilweise gar nicht erst an. Ein grosses Gedränge bevor der Bus einfach die Türen schliesst ohne Rücksicht auf Verluste. Hier sollte man keine Tasche oder ein Körperteil zu lange in der Tür lassen. Einen letzten kurzen Spaziergang von der Bushaltestelle durch die quirlige Stadt zurück zu unserem Hostel*, denn am nächsten Tag ging es für uns bereits weiter in Richtung Karibikküste in die wundervolle Stadt Cartagena, wo unser Urlaub in Kolumbien weiter ging.


Fazit
Bogota ist eine lebendige und aufregende Stadt und der perfekte Ausgangspunkt für einen Urlaub in Kolumbien. Hier kann man viel über die Geschichte und Kultur Kolumbiens erfahren, bevor man seine Reise durch das Land mit 50 Mio. Einwohnern startet. Durch die Strassen sollte man immer mit einem offenen Auge laufen und am besten das Handy in der Tasche lassen, nicht selten werden Handys auf der Strasse durch vorbeifahrende Rollerfahrer gestohlen.
Hast du bereits ein Land in Südamerika bereist, wenn ja, wo? Schreib es mir in die Kommentare!

Ein Kommentar zu “Urlaub in Kolumbien – Start in der Hauptstadt Bogota”